Wann ist ein Finanzberater sinnvoll? Wie unterstützt ein Finanzberater seine Kunden?

Wann ist ein Finanzberater sinnvoll? Wie unterstützt ein Finanzberater seine Kunden?

Der Finanzmarkt entwickelt sich.

Die Zinsen an den Finanzmärkten kennen seit einigen Jahren nur eine Richtung: abwärts. Mit einfachen Finanzprodukten, z.B. einem Sparbuch, kann man daher heute keine Gewinne mehr erzielen, oft sind die Zinsen sogar geringer als die Inflation. Um dem entgegenzuwirken, werden von Kunden und Anbietern neue Möglichkeiten der Veranlagung gesucht. Beeinflusst durch die Entwicklung am Zinsmarkt oder wegen Änderungen der Steuergesetze bringen Finanzinstitute daher laufend neue Anlageformen auf den Markt, wodurch das Angebot in der Finanzbranche stetig vielfältiger wird.

Es wird immer schwieriger den Finanzmarkt zu überblicken.

Viele Anleger verlieren deswegen immer öfter den Überblick über die angebotenen Produkte und Dienstleistungen. Manchmal unterscheiden sich die Angebote nur in Details, die aber dann genau ausschlaggebend für Erfolg oder Misserfolg sind.

Welches Finanzprodukt ist das Beste?

Zu Recht haben viele Anleger daher das Gefühl, dass es unmöglich ist, aus den unterschiedlichen Varianten der Anlage-, Kredit- und Versicherungsformen die richtige zu wählen. Die rechtlichen Voraussetzungen werden zusehends komplizierter, und daher ist es für Investoren zumindest zeitintensiv, sich einen Überblick über das Angebot zu verschaffen. Häufig fehlt ihnen aber auch das Wissen, um die Bedingungen und Regelungen richtig interpretieren zu können. Welche neuen Finanzierungsformen gibt es jetzt? Was sind die Vorteile und bleibt diese Anlageform oder Versicherungsform vorteilhaft? Wo liegen die Risiken? Wer kann – ohne fundierte Kenntnisse – diese Fragen schon ausreichend beantworten? Ein gut ausgebildeter Finanzberater!

Deshalb ist ein Finanzberater sinnvoll.

Er befasst sich laufend mit dem Markt, und er beschäftigt sich hauptberuflich mit dieser Materie. Daher: Jeder, der für seine Geldangelegenheiten die beste Form der Anlage oder der Finanzierung finden  möchte, kommt um einen Finanzberater heute eigentlich nicht mehr herum.

Wie unterstützt der Finanzberater seine Kunden?

Der Finanzberater unterstützt seinen Kunden, das Finanzprodukt zu wählen, das genau auf die persönliche Situation und seine Risikobereitschaft abgestimmt ist. Es geht dabei um die beste Anlage-, Finanzierungs- oder Versicherungsform jetzt, aber auch in Zukunft.

Er berät bei allen Entscheidungen, bei denen es um Geld oder Vermögen geht. Ein guter Finanzexperte kümmert sich unter anderem um

  • die gewinnbringendste Anlage von Geldvermögen,
  • das Finden einer lukrativen Sparform,
  • die beste persönliche Altersvorsorge,
  • die Auswahl der zweckmäßigen Versicherungen,
  • notwendige Finanzierungen und
  • die Wahl des passenden Kreditinstituts.

Wann ist ein Finanzberater gut?

Ein Finanzexperte agiert dann besonders kundenfreundlich, wenn er sich nicht nur im Fachgebiet gut auskennt, sondern komplizierte Sachverhalte verständlich und einleuchtend erklären kann. Nur dann kann der Kunde die Produkte verstehen und die richtige Auswahl treffen.

Gute Finanzberater leisten mehr als nur Informationsbroschüren auszuteilen und Produkte zu präsentieren. Die Experten gehen vielmehr auf die spezielle persönliche Lebenslage der Anleger ein, wie  die berufliche Situation, das Einkommen und das vorhandene Vermögen, die Zukunftsperspektiven und das familiäre Umfeld und entwickeln daraus das Angebot. Ein guter Finanzexperte „verkauft“ nicht, sondern er vermittelt eine angepasste Problemlösung.

Entlohnungsmodelle der Berater

Finanzexperten können für ihren Ratschlag unterschiedlich bezahlt werden:

  • Ein Bankberater ist bei einer Bank angestellt. Er vermittelt vor allem Produkte des eigenen Instituts und bekommt dafür in der Regel auch eine Provision.
  • Ein unabhängiger Finanzdienstleister bekommt kein Gehalt von einem bestimmten Finanzinstitut und versucht daher nicht, wie etwa ein Anlageberater einer Bank, die Produkte und Dienstleistungen seines eigenen Instituts zu verkaufen.  Aber auch er arbeitet – vielleicht sogar noch mehr als ein Bankberater – auf Basis eines Provisionsmodells. Er wird vielleicht gerade die Produkte empfehlen, für die er selbst die höchste Provision erhält.
  • Die wahrscheinlich unabhängigste Beratung erhält man bei einem sogenannten Honorarberater. Hier muss der Kunde zwar ein Honorar, meist auf Stundenbasis, bezahlen. Er kann aber davon ausgehen, hier das wahrscheinlich beste Angebot präsentiert zu bekommen und nicht jenes, bei dem der Finanzberater am besten aussteigt. Man sollte sich von den Stundensätzen der Honorarberater nicht abschrecken lassen, denn diese Ausgaben rechnen sich mit Sicherheit.

Vorbereitung auf ein Beratungsgespräch

Zuerst müssen sich Interessenten überlegen, welches Ziel die Beratung haben soll. Soll Geld angelegt werden? Will man fürs Alter vorsorgen? Oder ist der Kauf einer Immobilie geplant? Abgeschätzt werden sollte, wie sich die Ein- und Ausgabensituation in den nächsten Jahren entwickelt wird, und über welche Geldbeträge man verfügt. Wichtig ist auch, sich selbst einzuschätzen, wie risikobereit man ist oder ob man lieber auf Nummer Sicher gehen will.

Eine Finanzberatung erfolgt laufend.

Eine Finanzberatung ist keine einmalige Dienstleistung – vielmehr begleiten Finanzberater ihre Kunden ein Leben lang. Die Marktgegebenheiten sind einem stetigen Wandel unterworfen: Das Steuerrecht ändert sich, neue Anbieter drängen auf den Markt. Genauso gibt es auch Veränderungen in den Lebensumständen der Kunden: Eine Familie wird gegründet, das Erwerbsleben ändert sich, ein Haus soll gekauft werden. Kurz: Die Ausgaben und Erwartungen an die Zukunft müssen regelmäßig hinterfragt werden.

Deshalb müssen die Finanzangelegenheiten immer wieder professionell überprüft werden. Existieren bessere Anlageformen? Sollte man die Versicherung wechseln? Gibt es lukrative Umschichtungsmöglichkeiten für Kredite? Die Antwort auf diese Fragen gibt der Fachmann und hilft so, Zeit und Geld zu sparen.

Fazit

Ein Finanzberater ist für eine fundierte Planung der Geldangelegenheiten heute fast unumgänglich denn:

  • Das Zinsniveau ändert sich laufend.
  • Neue Anbieter und Anlageformen drängen auf den Markt.
  • Die Steuergesetze sind schwer überschaubar.
  • Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden immer komplizierter.
  • Mit einfachen Sparformen sind heute keine Gewinne mehr zu erzielen.

Ein guter Finanzberater:

  • ist gut ausgebildet und beschäftigt sich laufend mit neuen Marktgegebenheiten.
  • berät seine Kunden, ohne auf Provisionen zu achten.
  • geht auf die Wünsche, Vorstellungen, die Lebenssituation und Risikobereitschaft des Kunden ein.
  • und begleitet seinen Kunden über Jahre und passt die Produkte den geänderten Rahmenbedingungen an.

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